Die Welt im Jahre 2025

Die Vereinigten Staaten werden an Macht und Einfluss verlieren und Russland, China und Indien werden mächtiger. Die Veränderungen der Rahmenbedingungen haben ebenfalls Auswirkungen auf zahlreiche Konflikte, die verstärkt werden könnten. Politische und soziale Spannungen um geringere Ressourcen bei Nahrungsmittel, Wasser oder fossile Brennstoffe, der Klimawandel, der Terrorismus (soll angeblich weniger gefährlich werden) und die Proliferation von Massenvernichtungswaffen, die Alterung der Gesellschaft und die steigende soziale Ungerechtigkeit sind unter anderem wichtige Faktoren.
Das war das Ergebnis des Nationalen-Geheimdienst-Berichtes. (1.,2.)
Ich halte es jetzt für sinnvoll den Multilateralismus zu intensivieren. Ich rechne nicht damit, dass sich die gegenseitige Abhängigkeit der Staaten abnehmen wird. Wir müssen bedenken, dass die Zuwanderung ein wichtiger Faktor bleibt und dass dabei keine Nachteile für sie entstehen. Es reicht nicht Einwanderer allein aus Arbeitsmarktgründen in das Land zu lassen. Man muss ihnen und den Kindern auch weiträumige Karrierechancen einräumen. Gleichzeitig wird nicht jeder in das Land gelassen werden dürfen.
Der Mangel an Wasser, die schlechten hygienischen Bedingungen und damit die schlechten gesundheitlichen Bedingungen und die hohe Kindersterblichkeit und frühe Sterblichkeit dürfte uns auch in den nächsten Jahrzehnten erhalten bleiben. Wenn alle Staaten dahinarbeiten Wasser zum Beispiel zu verteilen (von wasserreichen zu wasserarmen Staaten) haben wir ein Problem schonmal gelöst.
Die Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen stellt für mich eines der größten Probleme dar. Wenn die großen Mächte wie China oder USA Atomwaffenbesitzen ist das noch wenig problematisch. Problematisch wird die Existenz von WMD bei politisch instabilen Staaten, wie Pakistan. Geraten die Terroristen in den Besitz von Massenvernichtungswaffen sind Ballungszentren durchaus gefährdet. Daher begrüße ich es, wenn alle Staaten ihre Nuklearwaffen schrotten würden.
Die soziale Ungerechtigkeit ist für mich eigentlich das größte aller Probleme. In der Menschheitsgeschichte haben wir uns bisher wunderbar damit arrangiert, dass es oben eine herrschende Klasse gab, die as Kinder die zukünftigen Herrscher hatte, während unten die Untertanen waren, die nur mangelnde Bildungschancen hatten bzw. sie auch nicht nützen konnten. Das hat sich durch die Anstrengungen in den letzten gut hundert Jahren geändert. Aber die soziale Gerechtigkeit bleibt das bloße Wunschdenken der Menschen, denn bisher hat sich nur das marktwirtschaftliche System ofenkundig bewährt. Doch auch diese Einstellung gerät durch jede Wirtschaftskrise, wie sie im Moment existiert, ins Schwanken. Getroffene Entscheidungen werden vermutlich wieder Nachteile aufweisen und vermögen nicht die sozialen Spannungen abzubauen. Ich habe einmal davon gehört, dass jene Gesellschaften am glücklichsten sind, bei denen die soziale Ungerechtigkeit am geringsten ist.
Nun gut, dann müssen wir wieder die Grundsatzfrage erörtern: Ist privater Besitz sinnvoll? Ich habe mich nie als Kommunist geäußert und weiß sehr genau, dass dieses Gesellschaftssystem in seiner Reinform gescheitert ist. Was wir brauchen ist eine Marktwirtschaft, bei der die Menschen motiviert sind zu arbeiten und Enterpreneurship zu zeigen, wie uns die USA jahrzehntelang vorexerziert hat. Das heißt ich nehme auch zur Kenntnis, dass hierbei viel Geld im Spiel ist und die hat sich jeder doch wohl verdient, solange sie nicht auf Kosten der Allgemeinheit geht, wenn es um Managergehälter geht. Außerdem glaube ich nicht, dass Manager in Krisenzeiten jetzt sehr viel Geld einstreichen sollten (ich gebe zu hier handelt es sich um eine eher nebensätzliche Debatte). Ein dritter Faktor ist die Vererbung von Reichtum. Wenn meine Eltern reich wären, würe ich mich freuen nach ihrem Ableben etwas abzubekommen, würde mich aber nicht daran aufstoßen, wenn der Staat mir durch die Erbschaftssteuer Geld abknöpft. Der Nachteil bei der Vererbung von Reichtum ist, dass nicht unbedingt gesichert ist, ob die Kinder sich so ein erarbeitetes Geld wirklich verdient haben. Ich begrüße es, wenn Eltern ihre Kinder so gut es geht unterstützen. Das ist in der Natur des Menschen und daher sitzen wir auch hier. Aber jeder muss auch für sich selber Geld erwirtschaften.
Ich überlege mir auch welches Motiv hinter Geldverdienen steckt. Die meisten Menschen wollen einfach nur ein anständiges Leben führen und daher ein durchschnittliches Einkommen verdienen. Das bedeutet, dass ein relativ angenehmes Leben finanziert werden kann, mit acht Tagesstunden Arbeit, fünfmal die Woche. Es kann etwas Geld für einen Urlaub, ein neues Auto oder das Studium der Kinder beiseite gelegt werden. Man ist aber auch nicht so reich sich ein riesiges Haus mit allem drum und dran leisten zu können, oder gar mehrere Autos zu besitzen. Diese Modellfamilie ehrt wichtige Werte wie Anstand und Moral. Man zählt sie zur Mittelschicht. Sie sind die treuesten Steuerzahler für den Staat. (bei Entwicklungsstaaten muss man natürlich anders denken, aber da habe ich nur schlechte Konzepte vor Augen.)
Und jetzt komme ich eben zu den schlechten Seiten, wenn es um das Geld geht. Ich habe schon seit längerem den Gedanken gehegt, dass man ab einem gewissen Einkommen nicht mehr glücklicher werden kann. Ja, man hat nun seine Krankenvershcerung, seinen festen, gut bezahlten Job, seine gute Schule für die eigenen Kinder, aber gibt es die Möglichkeiten noch mehr Gled zu verdienen nimmt man das Angebot vermutlich an. Würde ich auch tun. Aber irgendwann geht es nur mehr um das Geld. Verdiene ich etwa Geld, um noch mehr zu besitzen? Glücklicher kann man ja nicht mehr werden, laut Glücksforschung (3.). Wenn ein Mensch nur mehr danach trachtet mehr Geld zu verdienen wird es gefährlich. Wenn Unternehmen einen unsozialen Wettbewerb führen und Gewerkschaften schwächen, dann ist nicht mehr nur der einzelne gefragt, sondern das gesamte System ist pervertiert.
Ich unterstreiche noch einmal, dass Geldverdienen und Geldbesitz etwas zutiefst vernünftiges ist. Aber wenn das hereinkommende Gehalt bewusst zu Ungunsten der ärmeren, chancenlosen Schicht hereingebracht wird, stimmt auch hier etwas nicht mehr.
Ich bin gespannt wie die Welt sein wird wenn ich 34 Jahre bin. Ich sollte da bereits einen Job haben und Familie. Wir werden sehen.
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