Olympische Spiele

Die Olympischen Spiele werden in Peking, China beginnen. Sportler aus zahlreichen Nationen werden für ihr Land versuchen Medaillen zu erwerben. Wichtig für alle Sportler ist, dass sie nicht mit einem Dopingskandal aufwarten. Aber diese Entscheidung liegt ganz bei ihnen. Ich bin zuversichtlich auf faire Spiele.
 
Dann komme ich auch zum Stichwort Politik: in den letzten Monaten hat man ja ganz offen die chinesische Haltung zu Menschenrechten und Demokratie kritisiert. Jene für den Westen wichtigen Werte können ohne weiteres eingefordert werden, aber sie treffen nicht den Nerv. Es muss akzeptiert werden, dass China kein Land ist, das jemals Erfahrung damit gehabt hatte. Auch der Westen musste lange für Demokratie und Menschenrechte kämpfen. Die Tibetproblematik zeigt wie fragil die staatliche Ordnung in China funktioniert. Eine starke Polizeipräsenz untermauert diese Annahme. Nur sollte das nicht für Emotionalisierung instrumentalisiert werden. Man muss sich auch vor Augen führen, mit welcher Einstellung China Olympia angegangen ist. Man wollte sich von seiner besten Seite zeigen und Anerkennung in wirtschaftlicher, kultureller und politischer Hinsicht vom Westen erhalten. Unglücklicherweise neigt man im Westen dazu gleich bei den Tibetdebatten den Laden dicht zu machen und dagegen zu argumentieren.
Menschenrechtsverletzungen sind nicht ohne weiteres vom Tisch zu wischen. Das kann für mich keine Intention sein. Aber wir reden von einem großen Land, das die offenkundige Bereitschaft hat intensivere Beziehungen mit den westlichen Staaten aufzunehmen. Chinesen sind ja sehr gut im Kopieren. Eine gute Zusammenarbeit dient China und dem Westen, weil letzterer bekanntlich starke wirtschaftliche Verflechtungen zu China hat. Eine Verstimmung der Lage erschwert und verunmöglicht eine solche Zusammenarbeit. Kritik sollte unter Partnern erlaubt sein, ist vielleicht sogar unbedingt notwendig. Aber eine grundsätzlich negative Einstellung reißt Bände auseinander und verschlechtert eine friedliche internationale Weltgemeinschaft.
Längerfristig darf mit westlicher Hilfe (nicht durch böswillige Zwischenrufe) damit gerechnet werden, dass eventuell Menschenrechte und Demokrate ausgebaut werden. Dafür ist eine- ich wiederhole-  offene, vertrauensvolle Beziehung notwendig.
Advertisements
This entry was posted in Sport. Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s