Fußball-Ein Proletensport?

Diese Frage ist seltsamerweise vollkommen gerechtfertigt. Damals haben sich vor allem ärmere Menschen diesem Freizeitsport gefrönt. Aber darum geht’s mir nicht in erster Linie. Sonderen darum, dass im Zuge des GAK-Sturm Derbys (Anm.: 18.3.2007) ein großer Fanaufruhr herrschte, weil Sturm gleich zu Beginn ein Tor geschossen hatte. Hintergrundgeschichte: Der GAK geht auf Zwangsinsolvenz und es werden ihr 6 Punkte in der Bundesliga abgezogen. Aber ich sage das erstmal ganz nüchtern: Was können die armen Fußballfans dafür, wenn ein paar Menschen, die persönliche Schwierigkeiten haben und diese schwer verarbeiten können und somit in Fußball ein Frustventil gefunden haben, so einen Unsinn treiben? Dann gibt es immer wieder ein paar radikale Gegenänhänger, die ich ebenso sehr verurteile, weil sie sagen Fußball sei deswegen ein schlechter Sport. Wohl nur eine Ausrede oder? Der Sport an sich ist nicht schlecht, nur einige Menschen, die sich sinnloserweise in den Klub einsteigern. Selbstverständlich habe ich nichts dagegen wenn man sich für eine Mannschaft polarisiert, aber bitte ohne Prügelei. Es ist mir auch egal wie viel Geld jeder Einwohner für Fanartikel ausgibt. Aber sehen wir das doch von der anderen Seite, wie der US-Linguist Noam Chomsky beschrieben hatte: Der Durchschnittsbürger interessiert sich nunmal sehr für den Nationalsport, weiß vollkommen unsinnige Dinge. Dabei weiß doch jeder, dass das Wissen über einige Trikotnummern die Umweltkatastrophe nicht verhindern kann (bzw. nicht einmal artikuliert wird- Ob es etwas hilft NUR darüber zu reden wage ich zu bezweifeln) etc. etc. Sport ist ein angenehmes Ventil, worin ein Mensch gerne streitet, in der Politik ist das nicht der Fall.
Und zur Lösung des Problems: Vor der EURO2008 sollten Mediatoren eingesetzt werden, besser geschulte (tolerantere) und ausgebildete Polizeikräfte. Dann bin ich zuversichtlich, dass sich etwas verändern kann. Wichtig ist auch, dass die Protestierer auch lernen ihre Gefühle zu artikulieren. Das ist kein Witz! Weil Gewalt benutzt man ja nur, weil man die Artikulationsformen nicht gelernt hat. Damit habe ich persönlich Erfahrung. Und dann wäre es auch ganz schnell vorbei mit den unschuldigen Jugendlichen, die in dieses Theater mit hineingezogen werden.
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