Frauen- und Männermangel

Man muss sich diese Frage ganz einfach stellen. Warum sind wir Menschen so dumm? Und ein Thema, das mich und die Welt ganz bestimmt bewegt ist der Mangel von Frauen und Männern in unterschiedlichen Staaten. Während man sich in Europa abmüht Kinder zu bekommen, weil die Vereinbarkeit von Kind und Beruf für die Frau ein großes Problem darstellt, sowie wiederum das pseudoweise (weil die FPÖ-Argumente vollkommen lächerlich sind) sensible Thema Zuwanderung in den Raum gestellt wird um künftige Arbeitsplätze aufzufüllen um Pensionen etc. zu erwirtschaften, stellt sich in anderen Ländern eine vollkommen andere Frage: Wann wird es eine so große Minderheit eines Geschlechts geben? Das ist kein Witz. Dabei sehen wir uns zwei Extremitäten gegenüber: In Tadschikistan gibt es bei einem Mann sieben Frauen vom Bevölkerungsanteil her. Dieser arme GUS-Staat leidet, weil so viele Menschen auswandern und weil der Krieg zahlreiche männliche Rekruten niedergemetzelt hat. Damit haben Männer eine absolut privilegierte Rolle, sogar erwartete Mädchen werden abgetrieben, weil es ohnehin schon zuviele Frauen gibt (Passiert dann bald nicht genau das umgekehrte?). Polygamie herrscht dort. Die andere Extremität wäre in China und Indien. Man kann es kaum glauben aber in großen bevölkerungsreichen Staaten schlägt die Tendenz eher ins männliche um. Auch hier werden Mädchen abgetrieben, weil sie offensichtlich weniger wert sind. Aber das hat ganz klare Gründe: Während die Familien der Töchter in Indien einen großen Betrag an Mitgift an den Schwiegersohn zahlen muss und somit zur Pleite der Tochterfamilie führt, hat das in China gesellschaftliche Gründe, weil man bei den Söhnen zuhause einziehen darf, während die Tochter wegzieht von zuhause, sozusagen eine Altersversicherung, hervorgerufen durch die Ein-Kind-Politik. Und da haben wir das Problem wieder. In Tadschikistan kann es aber nicht so gewalttätige Probleme geben, weil wir, "das starke Geschlecht", dazu neigen Probleme eher mit Gewalt zu lösen. Der Bürgerkrieg in Tadschikistan ist vorbei und das Problem wird mit Polygamie gelöst. Der Mann darf sich freuen und erfüllt seine Urinstikte als Pflicht. Umgekehrt kann das nicht mehr funktionieren. Eine Frau kann nicht mehrere Kinder haben. Dann wäre ihr Status sofort eine Gebärmaschine und die Männer fangen wieder an in die Steinzeit mit zahlreichen brutalen Ständekämpfen zurückzukehren. Abgesehen davon läuft es bei den treuen konfuzianistischen Chinesen nicht. Da machen sie dann also Raubhandel oder weichen nach Vietnam aus. Aber das schiebt die Probleme in Wirklichkeit nur auf und löst sie nicht. Ebenso ist das System der staatlichen Unterstützung bei Tochterfamilien nicht gerade beliebt, trägt kaum Früchte. Aber die Ein-Kind-Politik aufheben würde bedeuten, dass die armen Bauern, die nichts vom Wirtschaftsboom mitnaschen, weiter Kinder zeugen. Und 2 Mrd. Chinesen will ich als "Westchinese" auch nicht sehen, weil dann ist die Versorgung erst recht schlecht und somit ethisch nicht gerechtfertigt.
In dieser Frage sind eindeutig die Experten gefragt. Ich habe auf jeden Fall kein Interesse daran die Überzahl eines Geschlechts zu erzeugen, weil bei beiden Fehlverlagerungen irreparable Probleme entstehen, sowie eine Übervölkerung. Und im Problemfall China werde ich glaube ich keine Frau dort finden, damit werde ich mich abfinden.
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