Stupid, White Man

Der Name so eines Buches klingt doch höchst befremdlich, oder? Aber der politisch engagierte Autor und Filmemacher Michael Moore ist ein gnadenloser Satiriker und schreckt nicht davor zurück solche Namen für ein Buch zu geben. Der Inhalt, der die USA, sein eigenes Land, kritisiert die Politik der Vereinigten Staaten sehr. Mit gewitzen Übertreibungen und gnadenloser Selbstkritik spricht er das Thema Geschlechter, Rassismus, schlechte Bildung, Gefängnisexpansion, Konzernkapitalismus, die Unfähigkeit George W.Bushs an. Um eine gewisse Seriösität zu erzeugen, listet er zahlreiche Kritikpunkte auf, die auf seriöse Zeitungsquellen beruhen. In den meisten Punkten stimme ich ihm zu.
Mein Liebligskapitel war die Kritik an den Demokraten, welches ich schoneinmal erzählt habe. Wenn ihr in einem Haus voller Termiten lebt, dann habt ihr zwei Möglichkeiten. Entweder ihr lebt in einem Haus, wo ihr die Termiten hinter den Wänden nicht seht und glücklich lebt, bis das Haus einstürzt (Demokraten), oder ihr lebt in einem anderen Haus, wo ihr die Termiten an allen Ecken und Enden seht und euch fürchtet, aber wisst das es einstürzen wird(Republikaner). Was meinte Moore damit? Er meinte, dass die Demokraten gerne logen und hinter den dicken Wänden Konzernkapitalisten einlullen, aber die Republikaner transparent und ehrlich sind, aber die gleiche Politik verfolgen. Sie machen also beide vollkommen die gleiche konzernorientierte Politik, reden aber anders. Deshalb war Bill Clinton auch viel beliebter als Bush. Er konnte den Anschein geben, als sei er ganz clean, aber er machte eben nur Show. Und das ist eine sicherere Politik. Selbstverständlich würde jetzt jeder sagen er würde letztere (republikanische) Möglichkeit wählen, weil wir immer die Wahrheit wissen wollen. Aber hören wir doch auf uns selber anzulügen. Die Realität der Menschheit wünscht sich immer die schöne Seite, auch wenn wir einige Jahre später draufkommen sollten, dass wir die ganze Zeit hinter das Licht geführt wurden. Das ist das Ziel aller Populisten. Oder wie lassen sich die 27 % für die Freiheitlichen in Österreich im Jahr 2000 denn sonst erklären? Wir meinen offensichtlich sehr häufig immer das Gegenteil als wir uns wünschen. Das liegt an der Ethik und Moral, die uns eingetrichtert wurde. Es wird Zeit gewisse Bänne zu durchbrechen. Im Leben ist es nicht leicht das durchzuführen, aber durch lesen von Büchern kommen wir dem sicher näher.
Danke Mike!
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