Der bayrische Löwe

Der bayrische Löwe ist wie das Peugeot Wappen. Es stellt sich auf mit angriffslustiger Haltung. Und so ähnlich lässt sich die Politik dieses Freistaates bezeichnen, mit denen wir aus Österreich noch am ehesten verstehen können und folglich auch im gegensatz zu den anderen deutschen Bundesländern sich doch unterscheidet. Schließlich ist Bayern auf seine Art und Weise patriotisch und protektionistisch. Es ist geleitet von einer einzigen Partei, nämlich der CSU. Sie regiert mit absoluter Mehrheit seit ihrer Parteigründung, zumindest seit Bayern als solches existierte. Deswegen stellt sie ununterbrochen den Ministerpräsidenten, ähnlich wie bei uns das Rote Wien. Aber wenn es eben in diesem Sinne keine freie Demokratie gibt, weil einfach keine Spannung bleibt, die ja immer offensive Wahlkämpfe erfordern sollten und die Sozialdemokraten ziemlich machtlos sind, muss dieses durch innerparteiliche Konkurrenz kompensiert werden, wie die USA mit ihren Dutzend Präsidentschaftskandidaten, alle von der selben Partei. Diese ist durch Edmund Stoiber, CSU-Chef und Ministerpräsident Bayerns, gegeben. Es entsteht ein innerparteilicher Zwist, hervorgerufen durch Landrätin aus Fürth Gabriele Pauli, die nicht dem traditionell-konservativen Weltbild der Stoiber-Machthaber entspricht, die behauptet hatte sie werde vom Kabinettschef Stoibers bespitzelt. Das Ergebnis war der Rücktritt vor einigen Tagen. Der offensichtliche Nachfolger ist der oft titulierte Innenminister Günther Beckstein. Das ist die machthegemoniale Zentrale aus München, wo eben nicht angezweifelt wird welche Partei siegt, sondern wer regiert. Diese wird aber nur auf Parteibasis auf Parteitagen zu tun und haben mit der eigentlichen direkten Demokratie nichts zu tun. Deswegen sollten wir doch nicht zu böse auf Bundeskanzler Gusenbauer sein, der ja die rechte Koalition bzw. Neuwahlen verhindern wollte, weil hier eben die Demokratie Leben trägt, auch wenn Ergebnisse unterminiert werden könnten.
Letztlich erinnere ich nochmal an alle besonderen Dinge in unserem unmittelbaren NachbarLAND: Geringe Arbeitslosigkeit, Reichtum(unter Stoiber, folglich keinerlei politische Dankbarkeit weil er ja abgesetzt wurde) und natürlich Bayern München, die mit Abstand beste Mannschaft der deutschen Bundesliga, sowie das Oktoberfest, wo die Bierhähne und die Münchner Weißwurst schön grüßen lassen.
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