Frankreichs Präsidentschaftswahlen

Am 14.Jänner wurde der Sohn ungarischer Adeliger, der nach dem blutigen Niederschlag des Ungarnaufstandes 1956 durch sowjetische Panzer nach Österreich, Deutschland und schließlich nach Frankreich für die Fremdenlegion floh und später Student für Öffentliches Recht und Politikwissenschaften wurde, Nicolas Sarkozy in den Urwahlen seiner Partei, die UMP, von Staatspräsident Jaques Chirac, der konservativ-demokratischen Partei Frankreichs, zum designierten Präsidentschaftskandidaten für die Wahlen 2007 gewählt. Er ist Gegner Chiracs, Hardliner als Innenminister(Jugendkrawallen), Antikommunist, Proamerikaner, ehrgeizig und energisch, sowie Islamistenfreund. Neben Segolene Royale der Parti Socialist tritt er ein und beide sind ungefähr gleich auf bei Umfragen.
Doch was ist das besondere am Staatspräsidenten in Frankreich? Im Gegensatz zum österreichischen Bundespräsidenten, der nur in der hofburg sitzen muss und Gesetze ratifizieren muss sowie berühmte Persönlichkeiten empfängt und seine politsche Doktrin unendlich wiederholt, ist der Präsident in Frankreich sehr mächtig: Er wird direkt vom Volk gewählt (in Frankreich seit 1962) Er verfügt über beträchtliche politische Kompetenzen: Er hat das Recht zur Auflösung der Nationalversammlung, ernennt den Premierminister und führt den Vorsitz im Ministerrat. Er muss alle französischen Gesetze vor ihrem Inkrafttreten unterzeichnen und kann weitere Beratungen über bereits verabschiedete Gesetze erzwingen sowie Volksentscheide durchführen. Der französische Staatspräsident ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte und hat zudem ein Begnadigungsrecht. Ihm gegenüber steht ein Premierminister, der zwar durch ihn ernannt wird, aber dem parlament verantwortlich ist(siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Staatspr%C3%A4sident_%28Frankreich%29), also doch ziemlich stark. Frankreich hat ehrlich gesagt mein lieblingssystem. Deswegen schauen wir gebannt in das riesige Land jenseits der Alpen-Viva la france.(Kein Nationalismus)
 
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