Zickzackkurs und Zukunftsperspektiven

In den sagenumwobenen Parteivorstandstreffen der ÖVP in der lichtenfelsgasse am 16. November 2006 haben sie beschlossen die Verhandlungen zur Bildung einer Bundesregierung (als vermutlicher Juniorpartner, dazu ein Zitat aus dem Interview: Schüssel:"Willst du Bundeskanzler werden?"-Gusenbauer:"Ja, ich versuch’s."-Schüssel:"Das ist die Frage.") fortzusetzen.
Die gerechte Frage, die sicherlich allen Leuten herumgeistert ist: Wieso? Wieso jetzt aus dem nichts?- Die ÖVP hat aus einer Kleinigkeit nach mehr als 6 Jahren Hegemonie im Ballhausplatz(Untersuchungsausschüsse. Blecha:"Warum kann die ÖVP keine Verhandlungen führen, wegen dem parlamentarischen Kontrollinstrument? Wir haben beim Lucona-Fall ebenso die Verhandlungen weitergeführt.") beschlossen aufzuhören staatstragend zu sein und die einzig sinnvolle Zweierkoalition in dieser Lage mitzuführen. Anscheinend wollte der amtierende Bundeskanzler auf zeit spielen um eine SPÖ-Minderheitsregierung zu provozieren. Der Machtverlust im Ballhausplatz wäre vermutlich untröstlich gewesen. DIe anschließende Oppositionsrolle der ÖVP könnte die geschundene Regierungspartei erholen lassen um dann in ein Angriffsmodus zu gehen, sich Verbündete zu suchen um das Minderheitskabinett zum umfallen zu zwingen. Aber die VP-Spitze musste doch umlenken, weil ein Gesichtsverlust immer stärker wurde. Laut umfrage sehen 43 % aller Österreicher die Schuld bei den Schwarzen, nur 13 % bei den Roten. Sofortige Neuwahlen würden folglich eine starke niederlage vorhersehen(32%?). Da merkte Schüssel, dass ein % Abstand zur SPÖ doch eine gewisse Parität(siehe Proporz) erzeugen könnte und nicht 6/7%. Die Postenverteilung im Kabinett könnte auch noch strikter gehen. Besser jetzt in die regierung, späte aber immerhin entscheidung. Auch der großangelegte Protest des Wiener VP-Chefs("Besser ein Ende des Schreckens als eine Schrecken ohne Ende")nützt nichts. Endlich kommt eine Verfassungsmehrheit zustande, die wichtig für große aber auch kleinere Projekte, da ist. Gefährlich wirds nur dann wenn die U-Ausschüsse dadurch gefährdet werden. Die ÖVP darf das Parlament nicht einknicken lassen. Das schaffen sie nur wenn sie die mächtige SPÖ auf ihre Seite bringt. Und das ist der Clou der großen Koalition: bei dieser mächtigen mehrheit, können die ziemlich starken mittelparteien(FPÖ, Grüne) nichts ausrichten. Der Proporz, der noch bis in die 90er zurückreicht gefährdet die gespaltene Demokratie(->führt also zur Konkordanzdemokratie). Ich, und auch viele Bürger, wünschen sich einen großen Rückhalt, weil die Große Koalition ja ein breites Volksspektrum vertritt. Weiters könnte die stark geschmolzene sozialdemokratische Stütze noch vielleicht ein jahrzehnt den Ballhausplatz halten. Jetzt kommen wir zum zweiten nachteil dieser Großen Koalition. Eine Unzufriedenheit könnte das dritte lager stützen. Die Frage lautet also: Wer wird mehr profitieren? Die grünen oder die Blauen. Fakt ist die FPÖ gibt es schon länger, mit Strache-Phobie(Zitat von van der Bellen) ist doch schon ein mächtiges Instrument vorhanden( es ist prinizipiell leichter angst zu machen(->Ausländerthematik) als angst zu nehmen), andererseits sind die Grünen nicht zu unterschätzen, eren macht sich seit 1986 stetig vergrößert hat. Es bleibt also abzuwarten was nun passiert.
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