Die Umweltverschmutzung

Al Gore hat ein Buch über die Umweltverschmutzung und Klimawandel geschrieben. Ich habe es nicht gelesen, glaube aber dass da ein ziemlich sensibles Thema aufgegriffen wird. Es ist zweifelsfrei richtig endlich etwas dagegen zu tun. Die Zeit des reibungslosen Turbokapitalismus, ausgehend von der Industrialisierung im 19. Jahrhundert in Europa, fortgetragen in den Vereinigten Staaten von Amerika, ist endgültig vorbei. Trotzdem stützt sich die verkleinernde Busch’sche Macht, der aus der Texas kommt, ein Bundesstaat, der vom Öl lebt und eine Rezession zu spüren bekommt, auf dieses umweltzerstörende Denken. Nein, man solle sich nicht an das Kyoto-Protokoll halten. Mit dieser Ausrichtung wird es große Probleme geben. Ende des Jahrhunderts könnte es um ca. 5 Grad wärmer werden!Das ist doch wundervoll, ein wenig wärmer keine Winter…Falsch gedacht: Das Ozonloch wächst, was uns sicherlich gesundheitlich noch zu schaffen machen wird, wenn nicht schon macht. Abgesehen davon könnten wichtige Städte wie London, New York oder Tokio schon bald unter Wasser stehen! Das ist noch nicht alles, ich bin aber nicht bereit das noch weiter zu vertiefen. Was ist die Alternative? Wir fördern durch kostbares Steuergeld alternative Energie zB-man sollte jedenfalls etwas tun. Das Argument, durch verschärfte Umweltgesetze würden die Bürgerrechte eingeschränkt werden, gilt nicht. man sollte diese freie Marktwirtschaft durch eine gesunde Portion Keynesianismus einschränken. General Motors zB schert sich nicht für die Umwelt und nun steckt sie in einer großen Krise. So sieht’s aus. Ich mag nichts gegen texanische Republikaner sagen, aber die typische Mentalität ist doch wohl: niedriege Steuern, Hochindustrialisierung, hohe Verbrechensrate, hohe Einkommensunterschiede…diese endlos wollende Liste ist doch für eine klassische sozialdemokratische Theorie nicht zu vereinbaren.

Andererseits muss ich die Frage stellen: Gore, als ehmaliger Vizepräsident und Präsidentschaftskandidat in der USA, muss doch sicher einen Grund haben dadurch indirekt die Bush Regierung, ausgerechnet vor dem Mid-term-election-Termin das Buch herauszubringen, zu schwächen. Es ist doch ziemlich clever von diesem Demokraten gemacht worden hier ein Thema aufzustellen, das sich nur ein Republikaner, nämlich der kalifornische Gouverneur, der sicherlich nicht an seiner Parteizugehörigkeit, sondern von seiner Persönlichkeit, gemessen wird, Arnold Schwarzenegger, zu Herzen genommen hat. Siehe da: er wurde mit überwältigender Mehrheit(nunja, beim Zweiparteiensystem nichts Besonderes) wiedergewählt. So paradox ist das amerikanische System geschmiedet worden, das sich nicht auf Parteilisten beruht, sondern auf die Stimme des Bürgers. Mich verwundet auch die indirekte Form der Demokratie bei den Präsidentschaftswahlen. Die USA mag zwar die größte Demokratie der Welt sein, allerdings bevorzuge ich lieber die simple vielfältige europäische Demokratie. 

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